Einbauanleitung FPV-Sender und iOSD mini – DJI Phantom 2 mit Zenmuse Gimbal und Gopro

Vergangenes Wochenende hatte ich endlich alle Teile beisammen und genug Zeit, meinen DJI Phantom 2 aufzurüsten und die FPV-Komponenten inkl. iOSD mini einzubauen.
Die einzelnen Arbeitsschritte waren:

20140118_134449_MSJJ_DJI Phantom 2 FPV Einbau-Bearbeitet1. Phantom 2 – Gehäuse öffnen
Dazu sollten zuerst die Aufkleber zur Kennzeichnung der Vorderseite an den Kopterarmen durchtrennt werden (s. Bild).

Danach an der Unterseite die Gehäuseschrauben lösen, die Ober- und Unterseite der Verkleidung des Phantom zusammenhalten.
Wie auf dem Bild zu sehen ist, sind dies pro Arm vier Schrauben: Drei Innensechskant 2mm und eine Kreuzschlitz am Ende für die man einen sehr kleinen Schraubendreher benötigt (P 0), was mich zu einer kurzen Unterbrechung und einem Ausflug zum nächsten Baumarkt zwang.
20140118_135556_MSJJ_DJI Phantom 2 FPV Einbau-BearbeitetUm an die zentrumsnahe Schraube zu kommen benötigt man entweder einen langen schlanken Schraubendreher oder man baut kurzerhand das Landegestell ab.

2. Kabel und Bauteile vorbereiten
Kabelenden abisolieren und vorverzinnen, soweit noch nicht geschehen und Schrumpfschlauch zurechtschneiden.

20140118_205418_MSJJ_DJI Phantom 2 FPV Einbau-Bearbeitet3. Verlöten
Das Videosignal kommt beim DJI Phantom 2 mit Zenmuse Gimbal direkt übers Zenmuse-Kabel (8-adrig, grau) auf die Hauptplatine.
Dort befindet sich direkt unter dem Stecker dieses Kabels ein Stecker mit einem vieradrigen Kabel (braun-rot-braun-gelb), das im Auslieferungszustand unten aus dem Kopter herausragt.
Die beiden Kabel rechts (braun-rot) versorgen den FPV-Sender (hier ImmersonicRC 25 mW) mit Strom, die beiden anderen (braun-gelb) transportieren das Videosignal und können auch direkt an den Sender angeschlossen werden. Hier soll aber zur Anzeige von Telemetriedaten noch das iOSD mini verbaut werden, weshalb die Videodaten durchgeschleift werden müssen.

Also:
Die beiden Kabel (braun-rot) durch das Loch im Boden des Phantom 2 (und bei abmontiertem Landegestell auch durch das entsprechende Loch desselben!) nach außen führen und mit den Stromkabeln des Senders (schwarz-rot, kleiner Stecker) verlöten.
Das Kabel mit dem Videosignal (braun-gelb) mit den entsprechenden Kabeln (schwarz-gelb bzw. GND-VideoIn) des Steckers am iOSD verlöten.
Am Sender befindet sich ein fünfadriges Kabel mit breitem Stecker von dem wir in diesem Aufbau (keine Kamera mit Strom versorgen, kein Audio) allerdings nur zwei Adern benötigen: schwarz und gelb (GND-Video). Dieses von außen durch das Loch im Gehäuse (und evtl. des Landegestells!) nach innen führen und mit den anderen beiden Kabeln aus dem iOSD-Stecker (braun-orange bzw. GND-VideoOUT) verlöten.

4. Verstauen des iOSD mini
Ich habe das Modul mit doppelseitigem Klebeband direkt auf den freien Platz auf der Hauptplatine neben dem großen NAZA-Modul geklebt und zwar so, dass der USB-Anschluss des iOSD für Updates zugänglich bleibt.
Der CAN-Bus, an den das iOSD anschlossen werden muss, befindet sich im Auslieferungszustand an einem der Beine des Landegestells. Diesen habe ich nach innen verlegt und oben auf das iOSD-Modul geklebt. So hängt außen am Kopter nichts Unnützes herum.

5. Zuschrauben – fertig
Nun wird das Gehäuse wieder geschlossen und der 5,8 GHz-Sender kann an der Unterseite hinter dem Gimbal mit Klebeklett befestigt werden. Anschließen, Antenne dran – fertig!

Demnächst werde ich posten, wie ich Monitor & Co. an der Fernsteuerung befestigt habe, welche Bauteile nötig waren und auch ein erstes Video präsentieren… Bis bald!

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3 Kommentare

  1. Peter · · Antwort

    Hallo, ich bin jetzt noch zu einer neuen P2 gekommen. iOSD mini muss wieder rein. Wills auch nicht draußen haben. Du hast das Canbus Kabel rein gezogen, ist innen kein freier Canbus Port ? Hab ihn noch nicht offen gehabt, da keine Notwendigkeit. Passt das durch Löcher. Canbus sind ja dick. Antw. ggf. direkt auf Mail ?
    Danke.

    1. Ich wollte den CAN-Bus komplett innen haben: Je weniger draußen hängt, desto sauberer sieht es aus und es kann weniger kaputt gehen.
      Soweit ich mich erinnere passt das ausgesteckte Kabel durch das Loch im Gehäuse – ansonsten einfach minimal per Dremel erweitern.

  2. Tobas · · Antwort

    Tolle Anleitung. Ich werde um Weihnachten rum dann auch testen dürfen, ob sie auf andere Komponenten übertragbar ist.
    Ich bin zumindest froh, dass ich Deine Seite gefunden habe. Macht mir doch einges mehr Mut, mich an die Sachen heranzutrauen.

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